2020-W45

Impfung gegen COVID-19 – unterschiedliche Konzepte 

Das weltweite Wettrennen um die Entwicklung eines Impfstoffes gegen COVID-19 läuft. Knapp 200 Impfstoffkandidaten befinden sich derzeit in verschiedenen Stadien der Entwicklung und Testung. Ein Virus, dass sich pandemisch ausbreitet und gegen das ein Großteil der Weltbevölkerung nicht immun ist, erfüllt die kühnsten Wunschträume von Impfstoffherstellern. Der Markt für neue Impfstoffe ist riesig. Diejenigen, die bei der Impfstoffentwicklung die Nase vorn haben, können mit milliardenschweren Aufträgen rechnen. Bereits vor der Zulassung von Impfstoffen sichern sich viele Staatsregierungen das Vorkaufsrecht auf Millionen von Impfstoffchargen. Profitgier ist leider selten ein guter Berater. Bleibt zu hoffen, dass bei der Aufgabe der Entwicklung von Impfstoffen für die gesamte Weltbevölkerung überall verantwortungsvoll vorgegangen wird.

Bei der konkreten Herstellung von COVID-19-Vakzinen gibt es sehr unterschiedliche Konzepte, wie Totimpfstoffe, Subunit-Impfstoffe, Vektorimpfstoffe, DNA-Impfstoffe oder mRNA-Impfstoffe (siehe aerzteblatt.de). Totimpfstoffe und Subunit-Impfstoffe entsprechen dabei unserer herkömmlichen Vorstellung eines Impfstoffes. Totimpfstoffe bestehen aus inaktivierten ganzen Viren und Subunit-Impfstoffe nur aus für die Immunantwort erforderlichen Virusbestandteilen. Sie sind wohl weniger wirksam und müssen deshalb mit Adjuvanzien kombiniert oder mehrmals verabreicht werden. Weltweit sind ca. 50 Unternehmen mit dieser Art Impfstoff befasst. In Deutschland arbeitet ein Unternehmen an einer Subunit-Vakzine.