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Fortbildung organisieren mit Deximed

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Mit Deximed können Sie einfach eine Fortbildungs-, Weiterbildungs- oder Qualitätssicherungseinheit organisieren.

Praktisches Vorgehen

Entscheiden Sie über das Thema, wobei wir insbesondere die symptomorientierten Kapitel empfehlen, von denen aus sich die diagnosebezogenen Fachartikel erschließen lassen. Sammeln Sie eigene Fälle zum Thema und bereiten Sie sie ggf. so auf, dass sie online präsentiert werden können.

Legen Sie den Termin für eine Online- oder Präsenzveranstaltung, die technische Basis (Videoanbieter oder Raum), die maximale Teilnehmerzahl und den Zeitraum für die Vor- und Nachbereitung fest. Schicken Sie eine E-Mail an registrierung@deximed.de mit:

  • Name und E-Mail-Adresse des/der Dozierenden
  • maximale Zahl gleichzeitig Teilnehmender
  • Zeitraum von Beginn Vorbereitung bis Ende Nachbereitung.

Wir schalten dann in diesem Zeitraum Gratiszugänge zu Deximed im entsprechenden Umfang frei und schicken Ihnen einen Link zur Vergabe eines Zugangspassworts. Damit und mit der E-Mail-Adresse des/der Dozierenden als Benutzername können sich die Teilnehmenden unter profil.deximed.de/anmeldung  einloggen, und Sie können voraussetzen, dass bis zum Veranstaltungstermin alle den angegebenen Deximed-Artikel zur Vorbereitung gelesen haben.

Fallbasiertes E-Learning nach der Inverted-Classroom-Methode

Aufgrund der Pandemie mit COVID-19 sind Präsenzveranstaltungen in Gruppen aktuell nicht oder nur sehr begrenzt durchführbar und ärztliche Fortbildungsveranstaltungen weitgehend ausgesetzt. Hieraus ergibt sich ein enormer Bedarf an E-Learning-Angeboten in der Weiter- und Fortbildung. Grundsätzlich ist E-Learning in der ärztlichen Weiter- und Fortbildung seit vielen Jahren implementiert und in verschiedenen Untersuchungen als wirksam und gewünscht beschrieben worden (Gerstenberger 2008). Insbesondere das Fallorientierte Lernen (FOL) ist hier als gut untersuchte Methode hervorzuheben (Boeker and Klar 2006). Eine ebenfalls gut untersuchte und sehr effektive Methode aus dem Blended Learning stellt das Inverted- oder Flipped-Classroom-Konzept dar.

Nach der „Inverted Classroom“-Methode wird das Faktenwissen den Lernenden vorab zur Verfügung gestellt und bearbeitet. In der für gewöhnlich folgenden Präsenzveranstaltung wird das bereits erlernte Wissen dann vertieft und in Anwendungswissen überführt (Tolks, Schäfer et al. 2016). Um dieses bewährte Konzept in ein reines E-Learning-Format zu überführen, soll die Präsenzveranstaltung durch einen Videochat in einer Kleingruppe mit  hausärtliche Referent*innen werden. Im Videochat soll das vorab theoretisch erworbene Wissen anhand von Lernfällen angewandt werden. Durch die interaktive Erstellung von Lösungen der Fälle in Kleingruppen soll ein Höchstmaß an Lernzuwachs, insbesondere auch von praktisch anwendbarem prozeduralem Wissen erreicht werden, das unmittelbar in den klinischen Alltag überführt werden kann.

Die für dieses Format normalerweise aufwändig zu erstellenden Unterrichtsmaterialien liegen durch Deximed in Form der hochwertig ausgearbeiteten Artikel bereits umfassend vor. Somit müssten lediglich noch hausärztliche Referent*innen rekrutiert werden, die Patientenfälle zu aus Deximed ausgewählten Behandlungs­anlässen erstellen. Die Teilnehmenden können im Vorfeld einen ausgewählten Deximed-Beratungsanlass durcharbeiten und dann in der Videochatplattform interaktiv dieses Wissen auf die Patientenfälle anwenden und sich innerhalb der Gruppe hierüber austauschen. Ein entsprechendes Angebot dürfte insbesondere junge Ärzt*innen mit hoher Affinität zu digitalen Medien ansprechen.

Literatur

  • Boeker, M. and R. Klar (2006). E-Learning in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung.
  • Gerstenberger, A. (2008). E-Learning in der Ärztefortbildung: Lernen, Motivation und Medieneinsatz.
  • Tolks, D., C. Schäfer, T. Raupach, L. Kruse, A. Sarikas, S. Gerhardt-Szép, G. Kllauer, M. Lemos, M. R. Fischer and B. Eichner (2016). An introduction to the inverted/flipped classroom model in education and advanced training in medicine and in the healthcare professions. GMS journal for medical education 33(3).

Autor

  • Raphael Kunisch, AiW Allgemeinmedizin, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Allgemeinmedizinischen Institut der FAU Erlangen